Na slědach Krabata - Wutrobnje witajće do dwurěčneje Łužicy
Auf den Spuren des Krabat - Herzlich Willkommen in der zweisprachigen Lausitz

Publikationen (publikacije)

Sächsische Zeitung - Ausgabe Kultur (Mittwoch, 16. Juli 2008)

Rasen mähen, Zäune streichen, dekorieren – ein ganzes Dorf schmückt sich für Krabat

Von Irmela Hennig

In Sollschwitz bei Wittichenau findet am Wochenende das siebente „Krabatfest“ statt. Die Gastgeber sind bestens vorbereitet.

Die Rasenmäher brummen fast ununterbrochen. Hier und da sind Zäune neu gestrichen. Die eine oder andere Hauswand soll auch frisch Farbe bekommen haben. Wegweiser für den Sollschwitz-Rundgang sind aufgestellt. Lebensgroße Strohpuppen stehen in den Gärten und geben Einblick ins sorbisch-dörfliche Leben. Und am Fluss hockt der Wassermann.

Sollschwitz bei Wittichenau ist bestens vorbereitet für sein erstes „Krabatfest“. Das kleine Dorf – knapp unter 300 Einwohner – brauche nun nur noch schönes Wetter, sagt Ortsvorsteher Georg Brösan. Er weiß seine Leute hinter sich. Tagtäglich sind sie fleißig beim Vorbereiten. Sogar die dekorative Wäsche der Waschfrau wird schon auf die Leine gehängt.

Fest wandert von Ort zu Ort

Beim „Krabatfest“ im letzten Jahr hat Brösan „laut die Idee geäußert“, das Fest könnte doch auch einmal nach Sollschwitz kommen. Kaum gesagt, war Brösan schon Gastgeber. Bange ist ihm nicht. Mit dem jährlichen Dorffest und vielen Jugendveranstaltungen sei man „kampferprobt“.

Das „Krabatfest“ ist ein Wanderfest. Jedes Jahr soll ein anderes Dorf von der Strahlkraft der Sagenfigur profitieren, sagt Carola Kliemank vom Verein „Krabat-Region“. Der steht als Organisator hinter der Veranstaltung. „Auch auf dem Land ist es schön. Auch hier lässt es sich gut leben“, sei die Botschaft des Festes. Und für Sollschwitz mag man das gern glauben. Ein idyllisches nettes Örtchen mit gepflegten Häusern. Mit Blumen, die üppig in den Gärten blühen, einer Wassermühle, in der noch immer gemahlen wird, einem Sühnekreuz an der Kapelle, mit kleinem Kulturhaus, viel Grün, einem Storchenpaar, das in diesem Jahr drei Junge großzieht – und mit der schwarzen Elster die meist gemütlich durch die Landschaft fließt.

Auf der können Krabatfest-Besucher am Wochenende Kahn fahren – das heißt, sich fahren lassen. Erstmals nämlich gibt es bei einem „Krabatfest“ einen Rundgang, inklusive Wasserstraße. Erstmals auch sind die Veranstaltungsorte, wie Mühle, Scheune, Festplatz und Kulturhaus, über das Dorf verteilt. Viel Laufstress gibt es aber nicht – Sollschwitz hat eine fußtaugliche Ortsgröße. Und so lassen sich Ausstellungen, Theater, Kinderprogramm, Folklore, Mühlen- und Kapellenführungen gut miteinander verbinden – und erlaufen.

 Sächsische Zeitung (Dienstag, 15. Juli 2008) 

Radtour zum Krabatfest verbindet Heimatkunde mit Bewegung 

Am Sonntag geht es auf eine nicht sehr schwere 15 Kilometer lange Strecke.

Am Sonntag, dem 20. Juli, startet um 13 Uhr in Sollschwitz eine Erlebnis-Radtour in die Krabat- Region. Organisiert wird sie von „Aktiv-Erlebnis-Lausitz“, einem Projekt des Netzwerkes für Kinder- und Jugendarbeit, das auch zu den Mitorganisatoren des alljährlichen Lausitzer Anradelns gehört.

Die Tour ist Bestandteil des Programms zum diesjährigen Krabatfest und soll Familien, aber auch einzelnen Radlern einen interessanten Nachmittag bieten. „Es werden Naturerlebnis und Heimatkunde, aber auch Rad- Geschicklichkeit mit einem hohen Spaßfaktor in Form von kleinen Stationen zu den geplanten Pausen integriert“, teilt der Veranstalter mit.

Eine Station wird in der Krabat-Milchwelt Kotten sein, wo es eine kleine Stärkung und Verkostung der Produkte geben wird. Die Tour ist insgesamt etwa 15 Kilometer lang und führt durch die reizvolle Umgebung der Stadt Wittichenau. Da es sich um keine Wettfahrt handelt und das Geländeprofil einfach ist, ist die Tour auch für Kinder und ältere Radler gut geeignet. Es geht nicht im leistungssportlichen Sinne um „gewinnen oder verlieren“, sondern um Betätigung im Kreise der Familie beziehungsweise in der Gruppe und um das Erleben von heimischen Naturräumen.

Die Tour wird von zwei erfahrenen Anleitern geführt. Die Gruppe startet gemeinsam. Start und Ziel ist der Festplatz in Sollschwitz, so dass sich die Radler vor und nach der Tour stärken können. Für diejenigen, die die Unterzeichnung der Städtepartnerschaft in Wittichenau nicht verpassen wollen, besteht die Möglichkeit, sich gegen 13.30 Uhr auf dem Marktplatz in Wittichenau dem Tour-Tross anzuschließen. Mitfahren wird auch ein Begleit- beziehungsweise Pannenfahrzeug. Treff ist am Sonntag ab 12 Uhr auf dem Festplatz. (red/hl)

Sächsische Zeitung (Samstag, 28. Juni 2008)

Sollschwitz putzt sich für das Krabat-Fest

Von Andreas Kirschke

So viel Einsatz verblüfft. „Mancher im Ort streicht jetzt die Hausfassade. Andere pflastern noch ihren Hof. Oder sie verschönern die Blumenkästen. Die Jugendlichen fliesen ihre Sanitärräume im Jugendclub neu.“ Viel unverhoffte, kreative Initiative spürt Ortsvorsteher Georg Brösan in diesen Tagen. Der Wittichenauer Ortsteil Sollschwitz als Gastgeber putzt sich für das siebente Krabat-Fest vom 18. bis 20. Juli heraus.

Nicht nur private Initiative regt sich. Auch die Stadtverwaltung setzt Akzente. So wurde etwa das Dorfkreuz neu eingefasst. „Am Kulturhaus Sollschwitz soll pünktlich zum Krabat-Fest der sorbische Schriftzug ,Kulturny dom Sulšecy’ stehen“, so Brösan. Die Krabatstele auf dem Wittichenauer Marktplatz erstrahlt jetzt im neuen Glanz.

Vertreter der anderen Partner

Mit der Unterzeichnung der Städtepartnerschaft verzeichnet das diesjährige Krabat-Fest ein Novum. Rund 200 Gäste aus der künftigen Wittichenauer Partnerstadt Lubomierz (Polen) werden erwartet. Ehrengäste sind unter anderem auch die Bürgermeister aus den Partnerstädten Bad Honnef (NRW) und Tanvald (Tschechien). Dazu gehören außer der offiziellen Delegation vor allem Bürger, die Wittichenau kennenlernen wollen. „Wir wollen ihnen unsere Bräuche und Traditionen nahe bringen“, sagt Bürgermeister Udo Popella.
„Damit alles reibungslos abläuft und Sprachbarrieren kein Hindernis sind, kümmert sich besonders unser Partnerschaftskomitee um die Betreuung, unterstützt von Einwohnern, die gut polnisch können.“ Im Rahmen des Krabat-Festes unterzeichnet Udo Popella mit seinem polnischen Amtskollegen am 20. Juli die Partnerschaftsurkunde. „Ein Glücksfall“, betont er. „Wir verbinden die Besiegelung der Städtepartnerschaft mit dem Krabat-Fest.“

Krabat in Polen ein Begriff

Sichtbares Zeugnis der Verbundenheit wird ein Partnerschaftsstein sein, dessen Enthüllung Teil der Feierlichkeiten ist. Dieser Stein ergänzt ein Denkmal, welches bereits die Partnerschaften mit Bad Honnef und dem tschechischen Tanvald dokumentiert. „Angeregt hat die Partnerschaft mit Lubomierz unser Ehrenbürger Günter Särchen. Er hat sich stark für die deutsch-polnische Versöhnung eingesetzt“, so Udo Popella. Eine Ehrentafel am Wohnhaus Günter Särchens (1927-2004) soll dessen unermüdlichen Einsatz würdigen.

Die Gäste aus der Partnerstadt sind auch am eigentlichen Krabat-Festgeschehen in Sollschwitz beteiligt. Am Abend des 19. Juli zeigt unter anderem eine Jugendgruppe aus Lubomierz im Theater-Kunst-Hof Rötschke das Stück „Krabat“ in deutscher Sprache. „Darauf freuen wir uns. Otfried Preußlers Jugendroman ,Krabat’, übersetzt in viele Sprachen, ist auch in polnischen Schulen ein Begriff“, sagt Carola Kliemank, Projektkoordinatorin im Krabat-Verein. Von unten – gelebt von den Einwohnern und Vereinen – soll die Partnerschaft reifen, über parteiliche, ideologische und konfessionelle Grenzen hinweg. „Sie soll von allen getragen werden. Hier wird auch viel vom Einzelnen abhängen“, hofft Udo Popella auf gute Impulse. Erste Begegnungen der Schulen und Kindergärten, vor allem jedoch der Pfarrgemeinden, gibt es schon. Weitere, so viel ist gewiss, werden folgen.

Sächsische Zeitung (Dienstag, 13. November 2007)

Erste Planungen für Krabatfest in Sollschwitz

Von Hagen Linke

 Die Vorbereitungen für die Feier vom 18. bis 20. Juli sind angelaufen.

Wittichenau. Noch ist Zeit bis zum Juli 2008, aber große Feste bedürfen langfristiger Vorbereitung. So haben sich am Mittwoch im Sollschwitzer Kulturhaus einige der Organisatoren des Krabatfestes getroffen, darunter Bürgermeister Udo Popella, Rainer Deutschmann, Vorsitzender des Krabatvereins, sowie Vertreter des Dorf- und Jugendclubs. „Wir haben das Programm im Groben durchgesprochen“, sagt Ortsvorsteher Georg Brösan.

Vieh- und Handwerkermarkt

Allzu viele Details sollen noch nicht verraten werden. Eins ist aber sicher: Langweilig dürfte es vom 18. bis 20. Juli keinem der Besucher werden. So treten am Freitag des Festwochenendes Feuerwehrleute in den Wettstreit, das Eröffnungsprogramm wird mit einem Feuerwerk beendet.

Der Samstag wird bestimmt unter anderem von einem Vieh- und Handwerkermarkt, Ausstellungen, Kahn- und Kutschfahrten und Besichtigungen der Mühle, alles natürlich ganz nah am Thema Krabat, der sorbischen Sagenfigur. Auch ein Krabat-Triathlon ist geplant. Einen separaten Festumzug wird es nicht geben, das Dorf wird selbst zum „Fest-Weg“ mit einladenden Scheunen bis zur Mühle.

Partnerschaft mit Lubomierz

Besonders feierlich beginnt der Sonntag. Im Rahmen des Festgottesdienstes in Wittichenau besiegeln die Stadt und ihr polnischer Partner Lubomierz feierlich die Städtepartnerschaft. Auch die Gäste der 6 500 Einwohner-Stadt, die etwa 30 Kilometer von Görlitz liegt, beteiligen sich mit eigenem Programm am Fest.

Bis Mitte Januar, so der Sollschwitzer Ortsvorsteher, sollen die Planungen konkretisiert werden. Der Krabatverein wird seine Mitglieder anschreiben, sie können sich mit weiteren Ideen einbringen. Zudem wird ein Logo erarbeitet, Werbeflyer erstellt. Es ist noch Zeit bis zum Juli, die soll aber gut genutzt werden. „Ich denke, wir werden das gemeinsam hinbekommen“, ist sich Georg Brösan sicher.

Sächsische Zeitung (Freitag, 14. September 2007)

Wittichenauer Stadtrat stimmt dem Krabatfest 2008 zu.

Von Ralf Grunert

Wittichenau. Im Rahmen der Feier in Sollschwitz wird die Urkunde für eine Partnerschaft mit Lubomierz unterzeichnet. Einhellig stimmten die Stadträte von Wittichenau in ihrer Sitzung am Mittwochabend dafür, das 7. Krabatfest im kommenden Jahr im Ortsteil Sollschwitz durchzuführen.

Vereinschef überzeugt

Großer Überredungskünste von Reiner Deutschmann, dem Vorsitzenden des Krabatvereins, bedurfte es nicht. Allerdings hatte er im Vorfeld der Entscheidung deutlich gemacht, dass Wittichenau als Gastgeber des Krabatfestes große Potenziale habe, sowohl historisch gesehen mit der Grabstätte des Obristen von Schadowitz, als auch wirtschaftlich zum Beispiel mit der Bäckerei Bresan, der MKH Agrar-Produkte GmbH sowie der Stadtbrauerei Glaab, in der das Krabatpils gebraut wird.

Mehrfach angesprochen

Allzu lange ist es noch nicht her, dass die Idee zur Durchführung des Krabatfestes in Wittichenau aufkam. Wie Bürgermeister Udo Popella (CDU) schilderte, sei dies beim Besuch des diesjährigen Krabatfestes in Weißig gewesen, bei dem auch Gäste aus der tschechischen Partnerstadt Tanvald dabei gewesen waren. „Wittichenau wurde schon mehrfach angesprochen“, erinnerte er. Nun war es soweit, ja zu sagen. Just in dieser Situation sei der Sollschwitzer Ortsvorsteher Georg Brösan „auf uns zugekommen und hat den Vorschlag gemacht, das Krabatfest in Sollschwitz stattfinden zu lassen“. Image-Gewinn für die Stadt.

Udo Popella geht davon aus, dass „wir das Fest kostendeckend hinbekommen“. Einnahmen sollen über Fördermittel und Sponsoren erzielt werden, damit für die Stadt keine zusätzliche Belastung entsteht. Als Termin für das Fest wurde im Stadtrat der 18. bis 20. Juli genannt. „Es tut dem Image der Stadt Wittichenau gut, wenn wir uns als Organisator des Krabatfestes bereiterklären. Und das kann auch für unsere wirtschaftlichen Institutionen etwas bringen“, so der Bürgermeister.

Absprachen im Oktober

Dessen Idee ist es zudem, das Krabatfest zu verbinden mit der Unterzeichnung der Urkunde über die Städtepartnerschaft zwischen Wittichenau und Lubomierz in Polen. Der dortige Stadtrat habe sich bereits für die Partnerschaft ausgesprochen. Am 10. Oktober, so kündigte Udo Popella an, kommt der Bürgermeister von Lubomierz zu Besuch nach Wittichenau. Bei dieser Gelegenheit sollen Vorabsprachen getroffen werden.

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