Na slědach Krabata - Wutrobnje witajće do dwurěčneje Łužicy
Auf den Spuren des Krabat - Herzlich Willkommen in der zweisprachigen Lausitz

Publikationen - 8. KRABAT-Fest 2009 /
2. Internationales Jugendfestival

Quelle: sz-online / Sächsische Zeitung (Montag, 13. Juli 2009)

Gelungene Kombination: Krabat und Jugend

Lebensfreude pur konnten am Wochenende die Besucher des Krabatfestes in Nebelschütz genießen.

Von Kerstin Unterstein

Das 2. Internationale Jugendfestival und das 8. Krabatfest hielten am Wochenende Nebelschütz in Atem. Es wurde gefeiert, was das Zeug hielt. Durch die Verknüpfung beider Feste gab es abwechslungsreiche Veranstaltungen wie selten zu erleben. Die Legende von Krabat wurde am Freitag mit dem gleichnamigen Film zum Leben erweckt, man konnte sich getreu dem Festmotto verzaubern lassen.

Besonderem auf der Spur

Der Großteil der Ergebnisse der Workshops des Jugendfestivals wurden am Sonnabend präsentiert. 28 junge Leute aus Nachbarländern waren eine ganze Woche lang in fünf Workshops Besonderheiten der Region rund um Nebelschütz auf der Spur. So ging es um Fotografie, Bildhauerei, Malerei, Journalismus und Trommeln. Vor allem die jungen Musiker lernten schnell: Gemeinsam Musik machen kann man auch, wenn man nicht die selbe Sprache spricht - „Trommeln für die Völkerverständigung“ eben. Das gesamte Wochenende über konnten die Besucher die Trommler bestaunen. Aber auch im Malerei-Workshop unter der Leitung der Bautzenerin Kerstin Roscher wurde die Angst, den anderen nicht zu verstehen, mit einem Pinsel- oder Bleistiftstrich weggewischt. Als Krönung der Arbeit stiegen die Mädchen und Kerstin Roscher noch auf die Leiter und verschönerten eine Wand des Jugendclubs.

Nicht minder spannend ging es im Journalismus-Workshop mit Milenka Retschke und Andreas Kirschke zu, in dem sich die Teilnehmer auf die Spuren von Jan Skala begaben. Als Ergebnis der Forschungen wurde in der Ausstellung auch die Vision eines Jan-Skala-Hauses gezeichnet. Der besonderen Ehre von Jan Skala, so der Vorsitzende des Krabat e.V. Reiner Deutschmann, soll auf jeden Fall auch ein Teil des geplanten Krabathofes in Nebelschütz gewidmet sein, in dessen Realisierung es derzeit aber einige Stockungen gibt. Mit einbezogen wurden in das Krabatfest in diesem Jahr besonders Behinderteneinrichtungen der Region, für die am Sonnabend ein großes Benefizkonzert stattfand. So hatten Teilnehmer unter anderem aus Dresden, Herrnhut, Hoyerswerda, Kamenz, Radebeul, Oßling und Panschwitz-Kuckau ganz viel Spaß und genossen die Auftritte extra für sie sichtlich. Der Schwarze Müller, Dieter Klimek, sorgte zudem mit seinem Freund, den alle nur Sir Henry nennen, für einen weiteren Höhepunkt. Der junge Mann, der weder lesen noch schreiben kann, besitzt allerdings die Gabe, eine große Anzahl von Märchen aus dem Kopf erzählen zu können. Inzwischen sind davon ein paar CD entstanden, mit deren Erlös vielleicht eine Delfintherapie bezahlt werden soll, so Dieter Klimek.

Begeistert von jungen Leuten

Der Sonnabendabend und die Nacht gehörten jedoch der Jugend. Im Kleinfeldturnier der Krabatregion wurde demonstriert, dass zu Krabatfest und Jugendfestival der Sport als unverzichtbarer Bestandteil und ein Muss im Zusammenleben auf dem Land einfach dazugehört. Im Festzelt wurde derweilen schon wieder getrommelt, getanzt und gesungen.

Auch Krabat alias Wolfgang Kraus besuchte natürlich „sein“ Fest in Nebelschütz und freute sich riesig über den Erfolg: „Es ist, als würde ich jeden Tag Namenstag feiern. Am meisten bin ich von den vielen, zum großen Teil jungen Akteuren aus der gesamten Region begeistert.“

 

Quelle: Sächsische Zeitung (Dienstag, 7. Juli 2009)

Nebelschütz hofft auf Prinz aus Benin

Parallel treffen sich junge Leute aus drei Ländern. Für Russen gab es kein Visum, für Afrikaner kein Geld.

Von Irmela Hennig

Im Internet werden sie noch angekündigt: Jugendliche aus Russland und aus Benin in Afrika. Sie sollten das achte Krabatfest und das zuvor stattfindende Internationale Jugendfestival in Nebelschütz bei Kamenz bereichern. Dort treffen sich zurzeit junge Leute aus Polen, Tschechien und Ungarn zu Workshops. Für die angemeldeten Russen gab es, von einer Ausnahme abgesehen, aber kein Visum.
Für den Auftritt einer Band aus Benin zum Krabatfest erhielt die Gemeinde keine Fördermittel, bedauert Nebelschütz`Bürgemeister Thomas Zschornak. Er will zur Bildhauerwerkstatt Mitte August einen neuen Anlauf starten.

Vielleicht kommt der Prinz

Ganz ohne Afrika muss das Krabatfest jedoch nicht auskommen. Eine Band aus Frankreich bringt zahlreiche Beniner Musiker mit. Außerdem wird wohl der Beniner Prinz Dah Bokpe von Allada, Generalbevollmächtigter für Europa-Angelegenheiten des Königs von Allada, aus Berlin nach Nebelschütz kommen. Er gilt seit Jahren als Freund der Nebelschützer und der Sorben. Endgültig entscheidet sich sein Besuch heute.
Das Krabatfest beginnt am Freitag mit einer Vorführung des Krabat-Films. Sonnabend und Sonntag sind Livemusik, eine Benefizveranstaltung, ein Jugendfussballturnier sowie das traditionelle Krabatfest-Kulturprogramm geplant.

 

Quelle: sz-online/Sächsische Zeitung (Samstag, 13. Juni 2009)

Workshops für junge Leute in Nebelschütz

Vom 5. bis 12. Juli findet in der Gemeinde ein internationaler Jugendtreff statt. Einheimische junge Leute sind dazu eingeladen.

Akzeptanz und Rücksicht, Verstehen und Verständigung, Zusammenarbeit, Kunst und Kultur. Um dieses Thema dreht sich alles bei der internationalen Jugendbegegnung vom 5. bis 12. Juli 2009 in Nebelschütz. Unter dem Titel „Woche der Kultur und Toleranz“ werden Workshops zu den Themen Journalismus, Malerei, Trommeln, Bildhauerei und Fotographie angeboten. Hier haben Jugendliche die Möglichkeit, eigene Ideen zum Thema umzusetzen.
Neben internationalen jungen Gästen aus Polen, Ungarn, Benin (Afrika) und weiteren Ländern, können auch Jugendliche aus der Region kostenlos an einem der Workshops teilnehmen. Am Ende der Woche wird ein Ergebnis entstanden sein, das zum 2. Internationalen Jugendfestival und 8. Krabatfest vom 10. bis 12. Juni vorgestellt wird. (SZ)

Für die Workshops kann man sich ab sofort bei der Gemeinde Nebelschütz unter
E-Mail: gemeinde[at]nebelschuetz.de
oder beim Krabat e.V. unter
E-Mail: info[at]krabatregion.de anmelden.
Mehr Informationen gibt es im Internet
unter www.krabatregion.de unter dem Link „8.Krabatfest“.

 

Quelle: sz-online/Sächsische Zeitung (Samstag, 2. Mai 2009)

Krabatfest 2009 im Zeichen der Jugend

Von Andreas Kirschke

„Wir wollen die Tradition beibehalten, dass das Fest in der Region wandert.“

„Wir wollen die Tradition beibehalten, dass das Krabatfest in der Region wandert“, sagt Rainer Deutschmann, Vorsitzender des Krabatvereins. 2009 wird also Nebelschütz vom 10. bis 12. Juli zum zweiten Mal Gastgeber sein. „Wir verbinden das Fest mit dem zweiten Jugendfestival“, sagt Bürgermeister Thomas Zschornak. „Woche der Kultur und Toleranz“ heißt das Motto der Internationalen Jugendbegegnung vom 5. bis 13. Juli.

Die Gemeinde Nebelschütz, der Krabatverein sowie die Jugendklubs Nebelschütz, Wendischbaselitz, Miltitz und Piskowitz organisieren das Krabatfest zusammen. Partner aus neun Nationen wirken beim Fest mit.

Um 16 Uhr zum Beispiel organisieren Jugendliche ein Benefizkonzert für behinderte Menschen. Ansprechen wollen sie dafür Heime und Werkstätten. Die Behinderten sollen ihre Produkte auf einem Informations- und Handwerkermarkt vorstellen. Inhalt des Konzerts soll ein internationales Kulturprogramm sein. „Hierfür können sich junge Künstler und Musiker bewerben. Erste Inhalte stehen schon“, so Thomas Zschornak. Mitwirken soll etwa die Trommlergruppe Asouka aus Toul (Frankreich). Gesang, Tanz und Folklore sollen das Programm prägen.

Gerade das Krabatfest, so betont er, steht für Toleranz, Weltoffenheit, Kreativität. „Krabat transportiert diese Ideen. Wir reden viel vom vereinten Europa. Hier lebt es vor Ort - auf kleinem Raum“, sagt Rainer Deutschmann. „Heimische Jugendliche sollen sich stärker mit der Krabat-Sage, mit Lausitzer Traditionen und Bräuchen identifizieren. Ausländische Gäste wiederum sollen unsere Traditionen kennen lernen.“ Die Finanzierung des Krabatfestes, soll auf vielen Schultern erfolgen. Der Krabatverein hofft auf Unterstützung von Sponsoren. Mittel fließen auch aus dem Haushalt der Gemeinde, aus Förderprogrammen sowie aus den eigenen Einnahmen.

Voraus geht dem Krabatfest die Internationale Jugendbegegnung. Ab 5. Juli finden Workshops statt.

Workshop Fotografie

SZ-Fotograf Matthias Schumann leitet den Workshop „Fotografie“. Er erläutert Wissenswertes zur Fototechnik. Die Teilnehmer wollen auch die anderen Workshops sowie später das Krabatfest mit der Kamera begleiten. Eine Fotoausstellung soll am Ende als Ergebnis stehen.

Workshop Bildhauerei

Markus Herold, Bildhauer an der Kunsthochschule Dresden, leitet den Workshop „Bildhauerei“. „Hier geht es um unser Sühnekreuz im Ort gegenüber dem Sportplatz“, sagt der Bürgermeister. In den 1970er Jahren wurde es zerstört und verschwand urplötzlich. Immer wieder fragen seitdem Chronisten, Heimatforscher, Wissenschaftler und selbst Einheimische nach. „Jetzt bietet es sich an, das Thema aufzugreifen“, so Zschornak. Wie einst das Original soll das Sühnekreuz aus Granit wiedererstehen – an ursprünglicher Stelle.

Workshop zu Jan Skala

Ein dritter Workshop gilt dem Leben und Wirken des sorbischen Journalisten, Dichters und Minderheitenpolitikers Jan Skala (1889-1945). Die Jugendlichen dokumentieren unter Leitung von Milenka Retschke und Andreas Kirschke dessen Leben. Sie sollen auch in Jan Skalas Wirkungsort Namysłow (Polen) nachforschen. Lange gab es dort in der Brauerei ein Jan-Skala-Museum. Inzwischen liegt der Betrieb still. „Heute reift der Gedanke, das Museum im Neuen Rathaus einzurichten. Die Jugendlichen sollen dafür werben, sie sollen die Politiker sensibilisieren“, so Thomas Zschornak. Ergebnisse des Workshops sollen auch im künftigen Jan-Skala-Haus im Nebelschützer Ortskern zu sehen sein.

Workshop Malerei

Workshop 4 unter Leitung von Kerstin Roscher (Bautzen) und Heike Scholz (Kamenz) widmet sich der Malerei. Hier gibt es freie Themenwahl. „Natürlich soll Krabat mit einfließen“, so Deutschmann. „Die Jugendlichen sollen unterwegs sein in der Krabat-Region.“

Workshop Trommeln

Workshop 5 – geleitet von den Musikern des Duos „Corna Krušwa“ (Schwarze Birne), Johannes Kruscha (Hoyerswerda) und Jakob Zschornak (Nebelschütz) – befasst sich mit dem afrikanischen Trommeln. Viel Phantasie und Ausdauer sind hier gefragt. Die Jugendlichen sollen später mit den Franzosen und den Beninern beim Kulturprogramm zusammen auftreten.

Anmelden kann man sich für die Workshops (5. bis 13. Juli) und für die Kulturprogramme (11. Juli und 12. Juli) ab sofort. Bewerbungen - bitte Personenangaben, Talente, Fähigkeiten, Interessen nennen - bis Ende Mai bei der Gemeinde (gemeinde@nebelschuetz.de) oder beim Krabatverein (info@krabatregion.de).

www.krabatregion.de

www.nebelschütz.de

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